Soforthilfe
Rohrbruch: Soforthilfe und typische Ursachen
Was tun bei einem Rohrbruch in den ersten 15 Minuten, und welche Ursachen statistisch am häufigsten dahinterstecken.
Ein Rohrbruch ist der teuerste Notfall im Haus. Eine 1-cm-Risswunde in einer Druckleitung lässt in 15 Minuten so viel Wasser austreten wie eine offene Badewanne. Wer in den ersten Minuten richtig handelt, halbiert den Schaden.
Die ersten 15 Minuten
- Strom abschalten in betroffenen Räumen (Sicherungskasten).
- Hauptabsperrhahn schließen, meist im Keller oder Hauswirtschaftsraum.
- Wenn Sie ihn nicht finden: nächste eindeutige Absperrung (Eckventil unter der Spüle, vor dem Waschmaschinenanschluss, vor dem Boiler).
- Bei Mietshaus: Hausverwaltung oder Vermieter sofort informieren.
- Notdienst für Wasserschadensanierung rufen. 24/7 erreichbar.
- Wertvolles in Sicherheit bringen, Möbel hochstellen, Schubladen leeren.
- Fotos machen, vor dem Aufwischen.
Die häufigsten Ursachen
Materialermüdung
Wasserleitungen halten 40 bis 80 Jahre, je nach Material, Wasserhärte und Druckverhältnissen. In Häusern aus den 1960er- und 70er-Jahren häufen sich Rohrbrüche an verzinkten Stahlleitungen. Kupfer ist langlebiger, aber nicht ewig.
Frostschäden
Klassiker im Saarland und in der Eifel: unbeheizte Räume, Außenarmaturen, Leitungen in kalten Wänden. Wasser dehnt sich beim Gefrieren um 9 % aus. Das genügt, um jede Verbindung zu sprengen.
Anschlussschläuche
Der unterschätzte Klassiker: Schläuche von Waschmaschine, Spülmaschine, Wasserhahn-Anschluss. Material ermüdet, oft platzen sie nachts oder im Urlaub. Aquastop-Ventile (an der Maschine, nicht am Schlauch!) sind günstig und retten Tausende Euro.
Korrosion
Besonders an Verbindungsstellen verschiedener Materialien (z. B. Kupfer auf Stahl): Galvanische Korrosion frisst Leitungen über Jahre durch.
Vibration und Setzung
Häuser arbeiten. Über Jahrzehnte können Setzungen zu Spannungsrissen führen, besonders an starren Übergängen.
Vorbeugung
- Leitungen alle 30 bis 40 Jahre durch Fachmann prüfen lassen
- Aquastop-Ventile an alle Wasser führenden Geräte
- Anschlussschläuche alle 5 Jahre tauschen (kostet 20 Euro pro Stück)
- Bei Urlaub über mehrere Tage: Hauptabsperrhahn schließen
- Im Winter unbeheizte Räume nicht auskühlen lassen (mindestens 5 °C)
- Wasserzähler vor und nach Urlaub ablesen: Eine verräterische Differenz weist auf schleichende Lecks hin
Nach dem Rohrbruch
Nach den Sofortmaßnahmen kommt die professionelle Sanierung: Leckageortung, technische Trocknung, gegebenenfalls Schimmelbeseitigung, Wiederherstellung. Wer alles aus einer Hand abwickelt, spart Zeit bei der Versicherungsabrechnung und hat einen Ansprechpartner statt fünf. Das ist der Kern unserer Wasserschadensanierung.
Häufige Fragen
- Wo ist der Hauptabsperrhahn?
- Meist im Keller, im Hauswirtschaftsraum, unter der Spüle oder im Vorraum der Wohnung. Bei Mehrfamilienhäusern oft zentral im Keller. Wer es nicht weiß: jetzt nachsehen, nicht erst im Notfall.
- Was sind die häufigsten Ursachen?
- Materialermüdung alter Leitungen (besonders Eisen, Kupfer in Altbauten), Frostschäden im Winter, Korrosion an Verbindungsstellen, Vibration und Dehnung über Jahrzehnte, defekte Anschlussschläuche an Wasch- oder Spülmaschinen.
- Wer haftet bei einem Rohrbruch in der Mietwohnung?
- Für den Gebäudeschaden der Vermieter (Wohngebäudeversicherung). Für eigene Möbel und Sachen der Mieter (Hausratversicherung). Folgeschäden in der Wohnung darunter laufen ebenfalls über die Gebäudeversicherung.
- Kann ich einen Rohrbruch verhindern?
- Alte Leitungen alle 30 bis 40 Jahre prüfen, Anschlussschläuche an Wasch- und Spülmaschinen mit Aquastop sichern und alle 5 Jahre tauschen, im Winter unbeheizte Räume vor Frost schützen, bei Urlaubsabwesenheit Hauptabsperrhahn schließen.
Akuter Wasserschaden?
Wir sind 24 Stunden erreichbar, auch am Wochenende und an Feiertagen.
06836 9229037