Soforthilfe

Rohrbruch: Soforthilfe und typische Ursachen

Was tun bei einem Rohrbruch in den ersten 15 Minuten, und welche Ursachen statistisch am häufigsten dahinterstecken.

5 Min. Lesezeit

Ein Rohrbruch ist der teuerste Notfall im Haus. Eine 1-cm-Risswunde in einer Druckleitung lässt in 15 Minuten so viel Wasser austreten wie eine offene Badewanne. Wer in den ersten Minuten richtig handelt, halbiert den Schaden.

Sofort: Strom aus, Wasser aus, Foto. In dieser Reihenfolge. Erst dann telefonieren.

Die ersten 15 Minuten

  1. Strom abschalten in betroffenen Räumen (Sicherungskasten).
  2. Hauptabsperrhahn schließen, meist im Keller oder Hauswirtschaftsraum.
  3. Wenn Sie ihn nicht finden: nächste eindeutige Absperrung (Eckventil unter der Spüle, vor dem Waschmaschinenanschluss, vor dem Boiler).
  4. Bei Mietshaus: Hausverwaltung oder Vermieter sofort informieren.
  5. Notdienst für Wasserschadensanierung rufen. 24/7 erreichbar.
  6. Wertvolles in Sicherheit bringen, Möbel hochstellen, Schubladen leeren.
  7. Fotos machen, vor dem Aufwischen.

Die häufigsten Ursachen

Materialermüdung

Wasserleitungen halten 40 bis 80 Jahre, je nach Material, Wasserhärte und Druckverhältnissen. In Häusern aus den 1960er- und 70er-Jahren häufen sich Rohrbrüche an verzinkten Stahlleitungen. Kupfer ist langlebiger, aber nicht ewig.

Frostschäden

Klassiker im Saarland und in der Eifel: unbeheizte Räume, Außenarmaturen, Leitungen in kalten Wänden. Wasser dehnt sich beim Gefrieren um 9 % aus. Das genügt, um jede Verbindung zu sprengen.

Anschlussschläuche

Der unterschätzte Klassiker: Schläuche von Waschmaschine, Spülmaschine, Wasserhahn-Anschluss. Material ermüdet, oft platzen sie nachts oder im Urlaub. Aquastop-Ventile (an der Maschine, nicht am Schlauch!) sind günstig und retten Tausende Euro.

Korrosion

Besonders an Verbindungsstellen verschiedener Materialien (z. B. Kupfer auf Stahl): Galvanische Korrosion frisst Leitungen über Jahre durch.

Vibration und Setzung

Häuser arbeiten. Über Jahrzehnte können Setzungen zu Spannungsrissen führen, besonders an starren Übergängen.

Vorbeugung

  • Leitungen alle 30 bis 40 Jahre durch Fachmann prüfen lassen
  • Aquastop-Ventile an alle Wasser führenden Geräte
  • Anschlussschläuche alle 5 Jahre tauschen (kostet 20 Euro pro Stück)
  • Bei Urlaub über mehrere Tage: Hauptabsperrhahn schließen
  • Im Winter unbeheizte Räume nicht auskühlen lassen (mindestens 5 °C)
  • Wasserzähler vor und nach Urlaub ablesen: Eine verräterische Differenz weist auf schleichende Lecks hin

Nach dem Rohrbruch

Nach den Sofortmaßnahmen kommt die professionelle Sanierung: Leckageortung, technische Trocknung, gegebenenfalls Schimmelbeseitigung, Wiederherstellung. Wer alles aus einer Hand abwickelt, spart Zeit bei der Versicherungsabrechnung und hat einen Ansprechpartner statt fünf. Das ist der Kern unserer Wasserschadensanierung.

Häufige Fragen

Wo ist der Hauptabsperrhahn?
Meist im Keller, im Hauswirtschaftsraum, unter der Spüle oder im Vorraum der Wohnung. Bei Mehrfamilienhäusern oft zentral im Keller. Wer es nicht weiß: jetzt nachsehen, nicht erst im Notfall.
Was sind die häufigsten Ursachen?
Materialermüdung alter Leitungen (besonders Eisen, Kupfer in Altbauten), Frostschäden im Winter, Korrosion an Verbindungsstellen, Vibration und Dehnung über Jahrzehnte, defekte Anschlussschläuche an Wasch- oder Spülmaschinen.
Wer haftet bei einem Rohrbruch in der Mietwohnung?
Für den Gebäudeschaden der Vermieter (Wohngebäudeversicherung). Für eigene Möbel und Sachen der Mieter (Hausratversicherung). Folgeschäden in der Wohnung darunter laufen ebenfalls über die Gebäudeversicherung.
Kann ich einen Rohrbruch verhindern?
Alte Leitungen alle 30 bis 40 Jahre prüfen, Anschlussschläuche an Wasch- und Spülmaschinen mit Aquastop sichern und alle 5 Jahre tauschen, im Winter unbeheizte Räume vor Frost schützen, bei Urlaubsabwesenheit Hauptabsperrhahn schließen.

Akuter Wasserschaden?

Wir sind 24 Stunden erreichbar, auch am Wochenende und an Feiertagen.

06836 9229037